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  • AutorenbildMira Arnold

Wie psychoaktive Heilpilze bei Depressionen und Ängsten helfen können

Aktualisiert: 7. Juni

Depressionen und Angststörungen greifen seit Jahren immer mehr um sich. Auch COVID-19 und die damit verbundenen Maßnahmen haben wesentlich dazu beigetragen, dass Depressionen, psychische Störungen und Ängste weltweit zunehmen, was das Interesse an der Identifizierung psychedelischer Substanzen als Mittel zur Behandlung dieser Erkrankungen verstärkt hat. Seit Jahren ist es der pharmazeutischen Industrie jedoch nicht gelungen, bahnbrechende Medikamente zur Behandlung dieser psychischen Störungen zu entwickeln, insbesondere solche, die nicht süchtig machen. Die Verbraucher suchen aber häufig nach natürlichen oder aus der Natur gewonnenen Alternativen zu Opioiden. Könnten bestimmte Pilze wie Psilocybin und Amanita muscaria Abhilfe schaffen? 


Was sind Depressionen? 


Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da Depressionen ganz unterschiedliche Auslöser, Symptome und Verläufe haben können. Aber eines sollte man wissen: Depressionen sind eine offiziell anerkannte Krankheit, die zu den genannten affektiven Störungen gehört. Das sind krankhafte Veränderungen der Stimmung. Die Gemütslage kann sich dabei in zwei Richtungen verändern: Entweder zu einem übertriebenen Stimmungshoch, Manie genannt, oder zu einem länger anhaltenden Stimmungstief, der Depression. Doch was bedeutet in diesem Bezug eigentlich dauerhaft? Und wie schlimm muss ein Stimmungstief sein, damit es nicht einfach nur schlechte Laune ist?


Die Hauptsymptome von Depressionen sind gedrückte Stimmung, gehemmter Antrieb

und körperlich-vegetative Störungen, die sich in Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Heißhunger äußern.


Weitere Symptome, sogenannte Sekundärsymptome, sind: Interessenverlust, Entscheidungsunfähigkeit, Konzentrationsstörungen, Angst, innere Unruhe, Grübeln, Hoffnungslosigkeit und das Gefühl innerer Leere. Den Betroffenen fällt es schwer, den normalen Alltag zu bewältigen. Nachts liegen sie wach und hängen düsteren Gedanken nach, morgens kommen sie nicht nur schwer, sondern oft gar nicht aus dem Bett. Das ist das so genannte Morgentief, denn häufig ist die Stimmung depressiver Menschen morgens am schlechtesten, im Laufe des Tages bessert sich die Lage etwas. Wenn nichts mehr Freude bereitet und das ganze Leben nur noch grau und hoffnungslos erscheint, kommen in vielen Fällen auch Suizidgedanken auf.


Wie psychoaktive Heilpilze bei Depressionen und Ängsten helfen können


Die Bezeichnung deutet schon darauf hin, wo die Wirkung bestimmter Heilpilze ansetzt: Sie wirken nämlich auf die Psyche. Da in der Psyche die Problematik der Depression verankert ist, versprechen diverse Untersuchungen mit Psilocybin und Amanita muscaria Erfolge in der Behandlung. Denn beide Pilzarten wirken stimmungsaufhellend, reduzieren das permanente Gedankenkreisen und fördern den Schlaf. 


Die Verwendung von aus Pilzen gewonnenen psychoaktiven Substanzen wie Psilocybin entwickelt sich zu einem vielversprechenden Mittel zur Behandlung einer Reihe von psychischen und physischen Gesundheitsproblemen. 


Psilocin, ein für die Behandlung von Depressionen wichtige Inhaltsstoff psilocybinhaltiger Pilze, wirkt an den Nervenzellen im Gehirn, indem er an bestimmte Serotonin-Rezeptoren andockt. Nervenzellen, die über diesen Serotonin-Rezeptor angeregt werden, senden mehr hemmende Signale als üblich aus. Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren zeigten, dass Psilocin in mehreren wichtigen Zentren des Gehirns die Aktivität herabsetzt. Je stärker die Wirkung des Psilocins, desto weniger aktiv waren die Nervenzellen in diesen Zentren. Es wurden aber keine Gehirnregionen mit gesteigerter Aktivität gefunden. Die Kommunikation der Nervenzellen untereinander wird also eingedämmt, was sich wiederum positiv auf Ängste und Gefühlstiefs auswirkt.


Pilze bei Depressionen


Unser Gastautor Enrico Espenhain, hat mit der Website www.information-depression.de eine sehr informative Online-Plattform ins Leben gerufen, auf der er sich seit Jahren der Aufklärung über Depressionen und Angstzuständen sowie deren alternativen Therapieformen widmet. Er schreibt dazu Folgendes:



Hoffnung und Hilfe bei Depressionen und Ängsten: Eine wertvolle Ressource im Fokus


Depressionen sind eine der häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit und betreffen Menschen aller Altersgruppen, Berufe und sozialen Schichten. Sie sind mehr als nur vorübergehende Phasen der Traurigkeit oder des "sich schlecht Fühlens". Depressionen sind ernsthafte Erkrankungen, die das tägliche Leben beeinträchtigen und einer professionellen Behandlung bedürfen. 


Psilocybin, ein Wirkstoff aus bestimmten Pilzarten, zeigt in der Forschung vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Depressionen. Studien deuten darauf hin, dass Psilocybin helfen könnte, chronisch rigide Denkmuster zu lockern und die Stimmung zu verbessern, was besonders bei therapieresistenten Depressionen von Bedeutung sein kann. Die Webseite www.information-depression.de bietet umfassende Informationen über Depressionen und könnte als Ressource dienen, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf die potenziellen Vorteile von Psilocybin-basierter Therapie zu lenken. Es ist wichtig, dass solche innovativen Behandlungsansätze weiter erforscht und diskutiert werden, um die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern.


Die Webseite www.information-depression.de oferriert hilfreiche Informationen und Ressourcen für Menschen, die mit Depressionen und Ängsten zu kämpfen haben, sowie für deren Angehörige und Freunde. Sie ist ein wertvolles Online-Portal, das sich der Aufklärung, Prävention und Behandlung von Depressionen widmet.


Auf der Webseite finden Besucher einen Selbsttest, der dabei helfen kann, erste Anzeichen einer Depression zu erkennen. Es gibt auch eine Liste von Klinikadressen und Erfahrungsberichte von Betroffenen, die Licht auf die vielen Gesichter der Depression werfen. Die Seite informiert über Symptome, wie gedrückte Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit, sowie über körperliche Beschwerden, die mit Depressionen einhergehen können, wie Tinnitus oder chronische Rückenschmerzen.


Ein besonderer Fokus liegt auf der Behandelbarkeit von Depressionen. Die Webseite betont, dass Depression eine ernstzunehmende Erkrankung ist, die jedoch mit ärztlicher Hilfe gut behandelbar ist. Darüber hinaus bietet die Seite Informationen zu regionalen Bündnissen gegen Depression und Veranstaltungen, die das Bewusstsein für diese Erkrankung schärfen und Unterstützung bieten.


Für diejenigen, die tiefer in das Thema eintauchen möchten, gibt es weiterführende Links zu Patientenleitlinien und wissenschaftlich gesicherten Informationen über Depressionen, ihre Erkennung und Behandlungsmöglichkeiten. Zudem hat www.information-depression.de eine Infothek zusammengestellt, die Wissen für Betroffene, Angehörige und Unternehmen bereitstellt, um die Erkrankung besser zu verstehen und den eigenen Weg damit zu finden.


In meinem Buch “Der Psilocybin Ratgeber” gehe ich intensiv auf das Thema ein:

Psilocybin, der Wirkstoff in magischen Pilzen, hat eine lange Geschichte der Nutzung in verschiedenen Kulturen und erlebt heute eine Renaissance in der medizinischen Forschung. Dieses Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte, die Wissenschaft und die zukünftigen Anwendungen von Psilocybin. Von den traditionellen Ritualen der Mazateken bis hin zu modernen therapeutischen Ansätzen bei Depression, Angst und PTSD – entdecken Sie das Potenzial dieser faszinierenden Substanz. Erfahren Sie mehr über die aktuellen Studien und die gesellschaftlichen Implikationen, während wir die Zukunft einer psychedelischen Renaissance erkunden.“


Psychoaktive Pilze bei Depressionen

Neben dem Buch ist die Webseite www.information-depression.de ist eine empfehlenswerte Ressource für jeden, der sich mit dem Thema Depression und Angststörungen auseinandersetzen möchte. Sie bietet nicht nur wertvolle Informationen, sondern auch praktische Werkzeuge und eine Gemeinschaft, die Hoffnung und Unterstützung bietet. Depressionen sind eine Herausforderung, aber mit den richtigen Informationen und Unterstützung können Betroffene und ihre Angehörigen einen Weg zur Besserung finden. Die Webseite www.information-depression.de ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.


Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

Espenhain Enrico



Welche Pilze können noch bei Depressionen helfen?


Depressionen behandeln mit psychoaktiven Pilzen

Nachdem in den 70er Jahren bereits einige Untersuchungen zum Thema psychoaktive pflanzliche Substanzen und Behandlung von Depressionen stattfanden, wurden Medizinpflanzen gegen psychische Erkrankungen fast 50 Jahre lang eher wenig beachtet. In den letzten 10 Jahren wurde jedoch wieder recht viel Forschung betrieben, die sich auf den potenziellen Nutzen verschiedener natürlicher psychedelischer Verbindungen als Arzneimittel konzentrierte.


So hat beispielsweise ein kanadisches Biowissenschaftsunternehmen namens Psyched Wellness, an der Identifizierung von Verbindungen arbeitet, die nicht zu den gängigen Psychedelika gehören. Die Forscher haben erfolgreich eine alternative Verbindung mit psychoaktiven Eigenschaften destilliert und gereinigt. Muscimol, das aus dem bekannten Fliegenpilz gewonnen wird, wirkt nachweislich gegen Stress, Depressionen und Angstzustände, lindert Muskelschmerzen und fördert einen erholsamen Schlaf.



Warum ist Muscimol im Vergleich zu anderen Psychedelika bisher kaum erforscht worden? 


Muscimol ist zusammen mit Ibotensäure und Muscarin eine der wichtigsten psychoaktiven Verbindungen des Amanita muscaria-Pilzes. Obwohl es psychoaktive Eigenschaften hat, ist die Wirkung ganz anders als bei Psilocybin bzw. Psilocin. 


Muscimol als Agonist der GABAA-Rezeptoren kann positive Indikationen für verschiedene psychische und physische Gesundheitsprobleme, einschließlich Schlaf, Schlaflosigkeit, Sucht und Schmerz, aufweisen könnte. Muscimol reagiert mit den GABAA-Rezeptoren und kann bei mikrodosierter Einnahme Gefühle von Euphorie und Ruhe, ein verändertes Hör- und Geschmacksempfinden, eine veränderte Sinneswahrnehmung und lebhafte Träume hervorrufen. Bei unsachgemäßer Verarbeitung, d. h. wenn die Ibotensäure nicht in Muscimol umgewandelt wird oder große Mengen eingenommen werden, kann es zu unangenehmen Erfahrungen wie Schweißausbrüchen, Übelkeit, Gleichgewichtsstörungen und unwillkürlichen Körperbewegungen kommen.


Wir glauben, dass der Grund dafür, dass Muscimol nicht in großem Umfang untersucht wurde, darin liegt, dass es fälschlicherweise als giftig eingestuft und daher übersehen wurde. Infolgedessen wurden nicht viele wissenschaftliche Studien über Muscimol durchgeführt. Inzwischen gilt der Fliegenpilz in den USA und Kanada jedoch bereits als Lebensmittel bzw. Nahrungsergänzungsmittel zugelassen.



Depressionen behandeln mit Pilzen

Die medizinische Zukunft von Psilocybin und Amanita muscaria


Wir hoffen sehr darauf, dass Forscherteams in den nächsten Jahren nicht nur heilende Pilze studieren, sondern auch weitere Substanzen identifizieren, die nicht zum Mainstream der Psychedelika gehören, und auch an deren medizinischer Anwendung arbeiten. Das Wissen um die potentielle Hilfe durch die hier erläuterten medizinischen Pilze verbreitet sich bereits und gibt Betroffenen Hoffnung. Wir möchten unbedingt dazu beitragen, das Stigma, welches pflanzliche Psychedelika umgibt, zu verringern und zu beseitigen. Denn zahlreiche Anwender können bereits bestätigen, wie psychoaktive Heilpilze bei Depressionen und Ängsten helfen können. Daher wünschen wir uns, dass unsere Aufklärungsarbeit in Kombination mit den positiven Erfahrungsberichten dazu beiträgt, die Gesetzgebung zu ändern und diese Substanzen für gesundheitsfördernde Behandlungen leichter verfügbar zu machen.

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